Alle Kennzahlen der Inlandsmessen 2006 im Plus. Die Auslandsmessen deutscher Veranstalter wachsen zweistellig.
Erstmals seit dem Jahr 2000 lagen 2006 alle Kennzahlen der 159 internationalen Messen in Deutschland im Plus, die Besucherzahlen sogar mit durchschnittlich 3,4 Prozent im Vergleich zu den jeweiligen Vorveranstaltungen. Das meldet der Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V., AUMA. Grund seien die gute Konjunkturlage gerade im Investitionsgütersektor und positive Stimmung der Konsumenten, erklärt Auma-Geschäftsführer Dr. Peter Neven.
In absoluten Zahlen sieht das Jahr 2006 wie folgt aus: Auf den 159 internationalen Messen des Jahres 2006 wurden 171.507 Aussteller gezählt, davon kamen 82.451 aus dem Inland und 89.056 aus dem Ausland. Insgesamt wurden 6,54 Millionen m² Standfläche vermietet. Die Besucherzahl erreichte 9,73 Millionen.
Die in Deutschland ansässigen Messeveranstalter erreichten 2006 nach vorläufigen Ergebnissen einen Umsatz von 2,45 Milliarden Euro nach 2,35 Milliarden Euro im Vorjahr. Gründe für diesen Zuwachs sind insbesondere die im Jahresvergleich deutlich höhere vermietete Standfläche, aber auch der weiter überdurchschnittlich wachsende Umsatz mit eigenen Auslandsmessen.
Der AUMA rechnet für 2007 damit, dass sich an den 141 überregionalen Messen rund 163.000 Aussteller beteiligen werden, zwei bis drei Prozent mehr als bei den jeweiligen Vorveranstaltungen. Die vermietete Fläche auf den Messen wächst voraussichtlich im Durchschnitt um ein bis zwei Prozent und wird insgesamt gut 6,5 Millionen Quadratmeter erreichen. Die Besucherzahl dürfte bei rund 10,3 Millionen liegen, ein bis zwei Prozent mehr als bei den Vorveranstaltungen. Damit würde - bedingt durch die Zusammensetzung des Messeprogramms - erstmals seit 2001 wieder die zehn Millionen-Besucher-Marke überschritten. (kaz)