Für 280 deutsche Messen und Ausstellungen liegen FKM-geprüfte Aussteller- und Besucherzahlen vor. Die FKM - Gesellschaft zur Freiwilligen Kontrolle von Messe- und Ausstellungszahlen hat außerdem vier neue Mitglieder gewonnen und umfasst jetzt 71 Messeveranstalter. Laut FKM-Vorsitzenden Michael von Zitzewitz beschäftigen sich die Aussteller eher wenig mit dem intensiven Wettbewerb zwischen den deutschen Veranstaltern, vielmehr verglichen sie Effizienz und Qualität ihrer Messebeteiligungen in Deutschland mit denen in anderen Ländern, und vor allem verglichen sie Messen mit anderen Marketinginstrumenten.
Deshalb müssten die Veranstalter um das Volumen von messeinteressierten Firmen mit sauberem Wettbewerb kämpfen, auch bei Zahlenangaben. Sonst hätten es ausländische Messen und andere Marketinginstrumente allzu leicht, sich als attraktive und verlässliche Alternative zu empfehlen. Gerade kleine und mittlere Betriebe bereiteten sich, so von Zitzewitz, nicht ausreichend auf ihre Beteiligung vor. Vor allem vergäßen sie oft, im Vorfeld der Messen klar zu definieren, welche Ziele sie in welchem Umfang erreichen wollten. Die FKM habe deshalb schon begonnen, mit Unterstützung der Industrieverbände die Aussteller auf die Notwendigkeit rationaler Messeplanung hinzuweisen.
Von den Messen, die der AUMA als Verband der Messewirtschaft als überregional einstuft, sind fast 90 Prozent FKM-geprüft, bei den regionalen Veranstaltungen sind es 80 Prozent. Die FKM-geprüften Messen umfassten insgesamt 196.000 Aussteller und 14 Mio. Besucher. Die Zahl der durchgeführten Besucherstrukturanalysen sei deutlich gestiegen, um 12 Prozent auf jetzt 199. Damit liegen jetzt für 70 Prozent der geprüften Messen solche Tests vor. Vor fünf Jahren waren es erst 60 Prozent.