Die überregionalen Messen in Deutschland verzeichneten 2009 aufgrund der Wirtschaftskrise in erwartetem Umfang weniger Aussteller und Besucher. Die Resultate des 1. Halbjahres zeigen jedoch eine deutliche Stabilisierung, so dass für das gesamte Jahr 2010 mit einem nahezu konstanten Ergebnis zu rechnen
ist. Dies betonte der Vorsitzende des AUMA_Ausstellungs- und Messe-Ausschuss
der Deutschen Wirtschaft, Hans-Joachim Boekstegers, auf der Jahres-Presse-
konferenz des Verbandes am 17. Juni 2010 in Berlin.
Im Zuge der Wirtschaftskrise hätten sich keine nennenswerten Verschiebungen in der Bedeutung der Messetypen ergeben, so der AUMA-Vorsitzende. Jeder Messetyp – ob Weltleitmesse, eher nationale Messe oder Spezialmesse – habe seine Bedeutung, solange die Veranstaltungen einen klaren Fokus auf bestimmte Branchen, Regionen oder Besuchertypen hätten.
Aussichten für 2010:
Die überregionalen Messen des 1. Halbjahres 2010 seien im Durchschnitt relativ stabil verlaufen. Offensichtlich sei die Messewirtschaft auf dem Wege der Besserung. Eine Rückkehr in die Wachstumszone zeichne sich aber für 2010 nicht ab, da Entscheidungen für Messebeteiligungen immer einen erheblichen Vorlauf benötigen.
Im internationalen Vergleich hätten sich die deutschen Messen als stabil erwiesen, teilweise hätten sie ihre Position noch relativ verbessert. Auch die Position innerhalb des Spektrums der Kommunikations-
instrumente sei stabil. Die deutschen Messen seien offensichtlich „nur“ in einer Konjunkturkrise gewesen. Sie seien nicht in einer Strukturkrise.
Für die künftige Entwicklung der Messebranche regte Boekstegers an, auf Messen stärker als bisher die mittelfristige Zukunft von Branchen zu thematisieren, auch in Zusammenhang mit wissenschaftlichen Institutionen. Solche Themen seien oft Gegenstand von Kongressen. Sie seien aber auch hervorragend geeignet, Anziehungs- und Diskussionspunkte innerhalb von Messen zu schaffen.
Link: AUMA Presse-Info







